My Oscar goes to

Whiplash (Achtung: Spoiler!)

Letztes Wochenende wurden in Los Angeles zum 87. Mal die Oscars verliehen. Da die persönlichen Geschmäcker nicht immer mit denen der Jury übereinstimmen, möchte ich euch hier meinen persönlichen Favoriten vorstellen.

Für mich war Whiplash von Damien Chazelle der beste Film des Jahres!
Im Gegensatz zu Grand Budapest Hotel von Wes Anderson kommt Whiplash mit einem weitaus geringeren Staraufgebot aus und ist zudem noch das Werk eines bisher wenig bekannten Regisseurs. Desweiteren wurde ich weder von Grand Budapest Hotel noch von Birdman so gefesselt wie Whiplash.

Whiplash war insgesamt für 5 Oscars nominiert und konnte letztendlich 3 Oscars in den Kategorien bester Nebendarsteller (J.K. Simmons), bester Schnitt und bester Ton gewinnen.

In Whiplash geht es um die Beziehung zwischen einem Jazz Drummer und seinem Musiklehrer/ Bandleader. Miles Teller spielt den überengagierten Schüler Andrew, der um alles in der Welt ein bekannter und anerkannter Musiker werden möchte. J.K. Simmons verkörpert den Bandleader Terence Fletcher, der versucht den jungen Schlagzeuger mit äußerst fragwürdigen Methoden zu neuen Höhen zu treiben. Doch durch seine Methoden bringt der cholerischen Musiklehrer seinen Schützling an dessen emotionalen und physischen Grenzen.

Die Faszination des Films entsteht für mich dadurch, dass es dem Zuschauer mit dem Fortschreiten des 107 Minuten langen Films immer schwerer fällt Partei für einen der beiden Hauptdarsteller zu ergreifen.

Das zweite Werk des noch jungen Regisseurs und Drehbuchautoren Damien Chazelle besticht durch einen guten Spannungsbogen, der durch die Musik und den Schnitt hervorragend unterstützt wird. Man leidet während der Proben regelrecht mit dem 19- Jährigem Drummer mit. Die in den Grundzügen schnell erzählte Geschichte zwischen einem talentiertem Musiker und seinem Lehrer/Bandleader behandelt die Frage, wie weit man gehen würde, um seine Ziele zu erreichen.

Whiplash stellt als eher kleine Produktion eine nette Abwechslung zu dem Überangebot an Megablockbuster Produktionen dar und bleibt einem zudem deutlich prägnanter im Gedächtnis. Für mich zusammen mit Grand Budapest Hotel der Beste Film im Jahr 2014.

Ich muss noch erwähnen, dass ich The Theory of Everything und American Sniper nicht bewerten kann, da ich diese noch nicht gesehen habe.

Titelbild: https://www.flickr.com/photos/greginhollywood/3320013519/in/set-72157614556069629/

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